166 Minuten! So lange tippen Smartphone-Fans täglich auf ihrem iPhone, Galaxy, Lumia und Co. Diese Zahl der Marktforscher von Flurry finde ich an sich schon erstaunlich. Was aber noch viel spannender ist: Telefonate oder SMS sind in diesen fast drei Stunden noch gar nicht dabei! Nein, die 166 Minuten berechnen sich aus 94 Minuten App-Nutzung und 72 Minuten mobilem Browsing.
Wie lange und oft ich täglich zu meinem Handy greife? Keine Ahnung. Ich weiß aber, dass mein Smartphone meine Arbeit und auch Freizeit ganz schön auf den Kopf gestellt hat – im positiven Sinn. Dazu zählen auch einige Apps, die ich ungern missen möchte. Sie helfen mir, mich besser zu organisieren, den Überblick zu behalten, Termine und Reisen zu planen. Mein ganzer Tag ist irgendwie Smartphone-bestimmt und ein ganzes Stück komfortabler als früher.
Zu meinen Lieblings-Apps für den Beruf gehört Evernote. Mit ihr kann ich alle Notizen, Bilder, Adressen oder Termine speichern, kategorisieren, suchen oder löschen. Bunte Klebezettel gibt es in meinem Büro seit Evernote kaum noch. Das ist nicht nur gut für die Ordnung, sondern auch für die Umwelt. Nicht zu vergessen Wunderlist. Diese App hilft bei der simplen Verwaltung von Aufgaben. Ich mag auch Oberfläche und Bedienung, kein unnötiger Schnickschnack. Über das Eingabefeld lassen sich alle To-Dos mit Fälligkeitsdatum angeben – echt praktisch. Deshalb teste ich jetzt auch mal Wunderkit. Mit dieser App soll man gemeinsame Projekte schneller und effizienter bearbeiten können. Ähnlich wie bei Twitter bekommen Wunderkit-Nutzer ein Profil, dem andere folgen können. Außerdem kann ich Kollegen einladen, um ein gemeinsames Projekt zu bearbeiten. Mal schauen, ob und wie es sich im Alltag bewährt.
Sehr praktisch ist auch MyCal: Diese App kostet nichts, und ich habe einen schönen, wirklich persönlichen Terminplan. Ich mag aber auch die Dropbox. Mit dieser App kann ich Dateien jeder Art in einen virtuellen Ordner im Internet verschieben. Auch die Synchronisierung von Informationen auf mehreren Rechnern und der Austausch mit Kollegen sind absolut unkompliziert. Mit der Dropbox ist es nicht mehr so schlimm, wenn ein USB-Stick oder eine externe Festplatte fehlen. Bei Übersetzungen gibt es für mich kein besseres Tool – egal ob am PC oder unterwegs – als Leo. Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich das letzte Mal in ein richtiges Wörterbuch geschaut habe… Leo gibt es übrigens schon lange nicht mehr nur für Englisch-Vokabeln. Auch Chinesisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Spanisch sind dabei. Und bei ganzen Sätzen lohnt sich ein Blick in die Gratis-App Linguee.
Für Terminabsprachen gibt es im App-Zeitalter glücklicherweise Doodle. Endlich muss ich keine Mails mehr hin- und herschicken, telefonieren oder nachfragen, um zu erfahren, wer wann Zeit hat oder auch nicht. Bis zu zehn Millionen Menschen nutzen Doodle mittlerweile weltweit – darunter auch meine Freunde, Kollegen und ich. Die Abstimmung eines Termins findet online und ohne Registrierung statt. Sehr praktisch! Geht es dann zum Termin oder Abendessen, rufe ich mir Mytaxi auf. Diese App bestimmt via GPS meinen Aufenthaltsort, zeigt an, welche Taxen in der Nähe sind und lässt sie per Fingertipp anrücken. Zusätzlich gibt es ein Bild des Fahrers und sogar Bewertungen früherer Reisender. Dieser Service funktioniert bereits in über 30 Städten. Für Geschäftsreisen, Kundenmeetings oder Städtetrips möchte ich zudem nicht auf die Apps von Deutscher Bahn (DB), Lufthansa und Air Berlin verzichten.
Aber auch Soziale Netzwerke gehören natürlich dazu. Mein Favorit ist LinkedIn, da diese Plattform mehr auf geschäftliche Belange und Kontakte ausgerichtet ist als Facebook. Da ich auch mobil auf dem Laufenden bleiben möchte, gehört die LinkedIn-App auf mein Smartphone. Richtig klasse finde ich außerdem Flipboard. Hier verschmelzen die Leseempfehlungen von Facebook-, Twitter- oder LinkedIn-Kontakten, Blogposts und Interseiten, und ich erhalte mein eigenes kleines Magazin. Eine persönliche Zeitschrift auf dem Smartphone mit Artikeln und Informationen, die mich auch wirklich interessieren. Zähle ich zu all diesen Apps auch noch die vielen Telefonate, SMS und E-Mails, für die ich mein Smartphone nutze, muss ich gestehen: Ohne Handy wäre ich mittlerweile ziemlich aufgeschmissen!